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Werte Gäste!

Wir gestalten unser Restaurant um und öffnen deshalb vorderhand nur nach Vereinbarung. Bitte beachten Sie unten unseren Kommentar zum Artikel in den Wiler Nachrichten vom 9. Februar 2017.

Van Büchi

 

Kommentar zum Artikel in den Wiler Nachrichten vom 9.2.17

Schliessung des Sternen? Wohnungen statt Restaurant?

Es ist schon interessant, was man alles in der Zeitung erfährt, insbesondere wenn es um das eigene Restaurant und die eigene Liegenschaft geht, und man vor der Lektüre des Artikels selber gar nichts davon gewusst hat. Aus dem Nichts tauchen selbsternannte Gastroexperten auf, welche fälsch­li­cherweise behaupten, den Fall zu kennen. Natürlich wissen diese auch ganz genau, dass Fehler ge­macht worden sind, und halten nicht zurück mit ihrer Häme gegenüber den verdutzten Betrof­fenen.

Nach diesem Klamauk hier die Fakten:

Seit dem Januar 2015 führe ich das Restaurant Sternen, wobei ich erklärter Massen mit Gastronomie zuvor absolut nichts zu tun hatte. Die Führung des Restau­rants war weder von langer Hand geplant noch ein lange gehegter Wunsch, sondern er­gab sich vielmehr aus dem Umstand, dass mein Mann und ich kurz zuvor die Liegenschaft kaufen konnten. Unverhofft Inhaber von vier Mietwohnungen und einem leer ste­henden Restau­rant geworden, wollten wir das Restaurant weder leer stehen lassen noch einfach an den Erst­besten weiterverpachten. Deshalb entschloss ich mich spontan und startete kurzerhand selber als Wirtin.

Das Ganze hatte entsprechend der Voraussetzungen einen provisorischen Charakter. Es wurde ganz be­wusst nur eine kleine Speise­kar­te auf­ge­stellt, mit lediglich ein paar vietname­si­schen und regio­nalen Gerichten (die vietnamesischen Gerichte fanden übrigens weitaus mehr Anklang als die re­gionalen), und es wurde auch bewusst verzichtet auf eine Antrinkete, ebenso auf die Anstellung von Personal, auf jegliche Wer­bung, auf besondere Ereignisse (Metz­gete, Fasnacht etc.), auf Deko­ra­tionen oder sonstige Verände­rungen. Es sollte mit möglichst geringem Aufwand die Zeit optimal genutzt werden, bis eine mittel- bis langfristige Lösung gefunden ist bzw. bis wir wissen, ob ich Freude habe an der Tätigkeit im Gastgewerbe. Auf diese Weise konnten wir auf alle Seiten offen bleiben, es entstand nie ein Druck.

Für mich persönlich war die Motivation für dieses Engagement, neue Erfahrungen zu sammeln, neue Bekanntschaften zu machen und den Gästen mit einem besonderen Essen oder in geselliger Runde Freude zu bereiten, anstatt einfach nur zu Hause zu sitzen. Die vielen schönen Erlebnisse und positiven Rückmeldungen haben mich sehr gefreut und mir die Kraft zum Weitermachen gegeben. Ein ganz herzliches Dankeschön an dieser Stelle allen Gästen, die mich bei diesem nicht immer einfachen Vorhaben unterstützt haben.

Nach zwei Jahren ist die Zeit jetzt reif, Zwischenbilanz zu ziehen und die gemachten Erfahrungen auszuwerten. Wir können durch die zahlreichen Gespräche, die wir mit verschiedenen Personen führen konnten, und die eigenen Erfahrungen und Beobachtungen nun besser beurteilen, was Sinn macht und was nicht. Das muss dann auch mit meinen persönlichen Interessen abgestimmt werden, insbesondere der Freude an der Sache. So können wir dann die nächsten Schritte planen und in Angriff nehmen. Dafür braucht es etwas Zeit, die im laufenden Betrieb nicht zur Verfügung steht. Deshalb ist das Restaurant im Mo­ment nur nach Vereinbarung offen. Wir informieren an dieser Stelle gerne wieder, wenn wir soweit sind.

Der angebliche „Gastroexperte“ Stalder sollte sich nicht unbedingt in der Zeitung produzieren und sich ein Urteil anmassen, wenn er die Hinter­grün­de nicht kennt und unser Vorgehen nicht versteht. Vom Scheitern eines Konzepts (welches Konzept?), von einem Aufhö­ren­müssen, von einer Schliessung des Restaurants, vom schnellen Geldmachen etc. kann überhaupt keine Rede sein. Auch seine Empfehlungen an uns sind reichlich fragwürdig. Wenn doch ein Alleinstellungsmerkmal, Exlusivität und Innovation der Schlüssel zum Erfolg sein sollen, ist dann die gutbürgerliche Küche, die er empfiehlt, tatsächlich das probate Mittel? Entspricht nicht vielleicht die vietnamesische Küche eher diesen Kriterien? Wenn ihm im Übrigen nichts weiter einfällt, als zu empfehlen, aus einem Restaurant eine Wohnung zu machen, ist das vielleicht nicht gerade der ideale Berater für ein Gastrounternehmen. Ist es wohl die persönliche Schmach, aus der heraus Herr Stalder handelt? Derselbe Herr Stalder hat nämlich letztes Jahr ohne unser Wissen und ohne Rücksprache ein Gratisinserat im Internet geschaltet, in welchem er einen Pächter für mein Restaurant gesucht hat. Gegen eine Provision von ein paar tausend Franken wollte er uns die Interessenten bekannt geben. Als wir dankend abgelehnt und ihn angewiesen haben, das Inserat umgehen zu löschen, hat er etwas verschnupft reagiert, zumal er nun den Interessenten wieder absagen musste und aus dem schnellen Geld nichts geworden ist. Schon ein bisschen peinlich. Ob das Geschäft mit der Gastroberatung tatsächlich so gut läuft, wenn man zu solchen Mitteln greifen muss? Ich jedenfalls verzichte gerne darauf! Ich möchte niemandem schaden, aber vor solchen "Experten" muss gewarnt werden.


Van Büchi